Als eine
der schönsten Wanderungen im Kaisergebirge gilt die
Route durch das Kaisertal, das sich fast gänzlich
auf Ebbser Gemeindegebiet befindet und als Naturschutzgebiet
ausgewiesen ist.
Der "Kaiseraufstieg" beginnt in Ebbs-Eichelwang.
Man überwindet zunächst über 285 Stufen
einen Höhenunterschied von 200 m. Durch diese Stufen
ist eine Anbindung des Kaisertales an die öffentlichen
Verkehrswege nicht möglich. Somit ist dem Wanderer
gesichert, daß nur vereinzelt Wirte von anrainenden
Gasthöfen sowie Land- und Forstwirtschaft mit Sondergenehmigungen
im Kaisertal mit Kraftfahrzeugen fahren dürfen.
Während des Treppensteigens hat der Wanderer immer
wieder den Ausblick auf die Stadt Kufstein und dem gegenüberliegenden
Pendling, dem Hausberg von Kufstein.Nach Überwindung
der Stufen ist ein leicht begehbares ebenes Wegstück
zum Verschnaufen bestens geeignet.
Danach folgt ein kurzer steiler Wegaufstieg, der dann
allmählich abflachend in eine leicht ansteigende
Wegstrecke übergeht. An einer Kehre steht zur Rast
die sogenannte Neapelbank bereit, von der aus hat man
nochmals einen herrlichen Blick auf das tief unten liegende
Kufstein und den Pendling.
Als erstes Anwesen im Kaisertal erreicht man den Veitenhof,
Gasthof mit Übernachtungsmöglichkeit. Weiter
geht es auf breitem Wege leicht bergan bis zu einer Gabelung,
wo es links ab über die Ritzau-Alm und die Vorderkaiserfeldenhütte
zur Naunspitze geht.
Unser Weg führt uns jedoch gerade weiter und da erreichen
wir nach 5 Gehminuten die Pfandll-Anwesen. Die beiden
Gastbetriebe Pfandlhof und Berghof Enzianl sind ein fester
Bestandteil des Kaisertales und eine Einkehr wert.
Gestärkt führt uns der Weg auf gleicher Höhe
weiter. Bei einer Gabelung halten wir uns links, bis wir
in ca. 20 Minuten die berühmte Antoniuskapelle erreichen,wo
wir uns ins Kirchenbücherl mit einem Spruch eintragen
können.
Nach weiteren 100 m gelangen wir zum Hinterkaiserhof,
dem ältesten ganzjährig bewirtschafteten Bauernhof
im Kaisertal. Von da an geht es im gemütlichen Auf
und Ab bis nach Hinterbärenbad mit der Kapelle auf
dem Stein. Nach einer Rast in der Anton Karg Hütte
steigt der Weg etwas steiler an zum ca. 10 Gehminuten
entfernt liegenden Hans-Berger-Haus mit seiner berühmten
Bergsteigerschule. Bei Einer Einkehr sollte man unbedingt
die berühmten Spinatknödel von Wirtin Silvia
Huber probieren. Gehzeit insgesamt bis Hans Bergerhaus
ca. 2,5 bis 3 Stunden.
Aber auch in allen Berggasthöfen und Hütten
kann der Wanderer vorzüglich speisen und für
eine Übernachtung stehen Lager und Komfortzimmer
zur Verfügung. Für den ausdauernden Wanderer
besteht nun noch die Möglichkeit über einen
Serpentinensteig unterhalb des Totenkirchels hinauf das
Stripsenjochhaus zu ersteigen.
Der Rückweg bis Ebbs-Eichelwang führt uns über
Hinterbärenbad geradeaus den Kaiserbach entlang zur
Anton-Karg-Gedenkstätte, dann weiter in nordwestlicher
Richtung. Das Rauschen des Kaiserbaches wird immer leiser,
bis es fast nicht mehr zu hören ist. Die Strecke
ist ohne Anstrengung zu bewältigen und man kann in
ca. 2,5 Stunden Ebbs-Eichelwang erreichen.


